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Joseph Beuys

Joseph Beuys - Weitere Werke

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Vita Joseph Beuys

12.05.1921

Geboren in Krefeld

1946

Anschluss an Klever Künstlergruppe um Maler Hans Lammers

1946 - 1953

Studium an Staatlicher Kunstakademie Düsseldorf in Monumentalbildhauerei, bei Joseph Enslin u. Ewalt Mataré (Meisterschüler ab '51)

1958 - 1959

Schaffung des "Ehrenmal der Gefallenen des Zweiten Weltkriegs" im Alten Kirchturm in Meerbusch-Büderich

1958

erstmaliger Einsatz der Materialien Fett und Filz

1961

Beginn Lehrtätigkeit an der Kunstakademie Düsseldorf in "monumentaler Bildhauerei"

1963

"FESTUM FLUXORUM FLUXUS Musik und Antimusik - Das instrumentale Theater" in der Kunstakademie mit großer Öffentlichkeit

1964

Teilnahme Documenta III in Kassel

1972

trotz aller Warnungen seitens der Akademie nimmt Beuys erneut alle abgelehnten Akademie-Bewerber auf und besetzt mit diesen die Kunstakademie; Beuys wird vom Wissenschaftsminister Johannes Rau fristlos erlassen; Studenten protestieren mit Akademieboykott und Hungerstreik; weltweit gibt es öffentliche Reaktionen, die eine Wiedereinstellung Beuys fordern, so von Künstlerkollegen wie Heinrich Böll, Peter Handke, Jim Dine, David Hockney, Gerhard Richter oder Günther Uecker; Beuys tritt in einen jahrelangen Rechtsstreit; als Ergebnis darf er sein Atelier in der Kunstakademie behalten

1980

Eröffnung der "Free International University" in seinem Atelier Beuys - einer der international wirksamsten Künstler des 20. Jahrhunderts - kann als künstlerisches Multitalent bezeichnet werden. Er war Bildhauer, Zeichner und vor allem Aktionskünstler, dessen Happenings seinerzeit sehr umstritten waren und öffentliches Aufsehen erregten. Auch als Kunsttheoretiker hat sich Beuys einen Namen gemacht. In seinen Werken befragt er den Humanismus und die Sozialphilosophie nach ihren Potentialen und Grenzen. Vor diesem Hintergrund entwickelte Beuys einen erweiterten Kunstbegriff und spricht Ende der 1970er Jahre von der "Sozialen Plastik", die ein Mitwirken an Gesellschaft und Politik einfordert. Beuys war Lehrer von sehr unterschiedlichen Künstlerpersönlichkeiten, von denen später einige Berühmtheit erlangten, wie Felix Droese, Katharina Sieverding, Jörg Immendorff oder Blinky Palermo.

23.01.1986

Gestorben in Düsseldorf

Ausstellungen (Auswahl)

  • K20 Kunstsammlung NRW (2010)
  • Museum Schloss Moyland (2010)
  • Hamburger Bahnhof Berlin (2009)
  • Museum für Gegenwart (Berlin, 2008)
  • Peggy Guggenheim Collection (Venedig, 2007)
  • MUMOK (Wien, 2006)
  • Tate Modern (London, 2005)
  • Museum Ludwig (Köln, 2004)
  • ZKM (Karlsruhe, 2003)
  • Kunsthaus (Zürich, 2002)
  • Biennale Venedig (2001)
  • Museion Bozen (2000)
  • Documente Kassel (1982)
  • National Galerie Berlin (1977)
  • Documente Kassel (1977)
  • Documenta Kassel (1972)
  • Documenta Kassel (1967)

Werke in öffentlichen Sammlungen (Auswahl)

  • Kaiser-Wilhelm-Museum Krefeld
  • Staatlichen Graphischen Sammlung München
  • Hamburger Bahnhof Berlin
  • Kunstmuseum Bonn
  • Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen Düsseldorf
  • Museum Ludwig Köln
  • Museum Schloss Moyland
  • Städel Frankfurt
  • Diethardt Collection Graz
  • Centre Georges Pompidou Paris
  • Guggenheim Museum
  • Tate Britain
  • MoMA New York

 

Literatur (Auswahl)

  • Beuys: Bilder eines Lebens, Christine Hoffmanns, Leipzig 2009
  • Susanne Anna (Hrsg.): Joseph Beuys, Düsseldorf, Ostfildern 2008
  • Johannes Stüttgen: Beuys: der ganze Riemen 1966-1972, Köln 2008
  • Eva Beuys (Hrsg.): Joseph Beuys. Das Geheimnis der Knospe zarter Hülle, München 2000
  • Jörg Schellmann: Joseph Beuys. Die Multiples. Werkverzeichnis der Auflagenobjekte und Druckgrafik, München 1992
  • Heiner Stachelhaus: Joseph Beuys, Düsseldorf 1987
  • Adriani, Götz, Winfried Konnertz und Karin Thomas: Joseph Beuys: Leben und Werk, Köln 1986